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30. Dezember 2019 - erstellt von Dominik Görtz
Energielabel entfällt bei Leuchten ohne Leuchtmittel: Anpassungen seit dem 25.12.2019

Seit dem 25.12.2019 gilt die EU-Verordnung 874/2012/EU. Lieferanten und Hersteller dürfen seitdem Leuchten (ohne Leuchtmittel) nicht mehr mit dem Energie-Label versehen. Leuchten, die vor dem 25.12.2019 in Verkehr gebracht wurden, können weiterhin mit dem Energie-Label verkauft werden. Es müssen jedoch alle Kommunikationsinstrumente (Werbung, Online-Shop) angepasst werden.

Die EU-Kommission hat sich dahingehend geäußert, dass bei Leuchten, die bereits in Verkehr gebracht wurden, keine Entfernung des Energie-Labels notwendig ist. Das heißt, alle Geräte, die bereits bei Händlern gelabelt in den Lagern oder Verkaufsräumen stehen, müssen nicht überklebt und an diesen Leuchten bzw. ihren Verpackungen enthaltene EU-Labels müssen nicht entfernt werden. Seit dem 25.12.2019 dürfen Leuchten (ohne Leuchtmittel) durch Lieferanten und Hersteller aber nicht mehr mit Etiketten versehen werden. Die Hinweise der EU-Kommission besitzen keine Rechtsverbindlichkeit.

Die neue Regelung betrifft auch Online-Shops, Werbung in Printmedien, im Internet oder die Präsentation in stationären Handel. Um Abmahnungen und Bußgeldern zu vermeiden, sollten folgende Maßnahmen für Leuchten (ohne Leuchtmittel) werden:

  • Entfernung aller Schilder mit dem EU-Energie-Label,
  • Überklebung von Aufklebern an Ausstellungsleuchten, Regalen, etc. in Verkaufsräumen,
  • Entfernung aller EU-Energie-Label-Angaben in Online-Shops oder auf Websites (Energieklasse-Button, Energieklasse-Angabe im Rahmen des Artikelnamens, Angabe Energieklasse bei Produktbeschreibung und in technischen Daten, alle Bilddateien mit EU-Label, Link und Datei zu Produktdatenblatt),
  • Entfernung aller EU-Energie-Label-bezogenen Angaben in Werbemitteln (Energieklasse-Button, Angabe Spektrum, auch Nennung in der Produktbeschreibung),
  • Aufforderung an Lieferanten, Leuchten (ohne Leuchtmittel) nicht mehr mit dem EU-Energie-Label zu versehen.

Sollte es zu Abmahnungen kommen, sollten diese – nach Prüfung ob es sich überhaupt um einen abmahnbefugten Mitbewerber oder Verein handelt – mit der Argumentation zurückgewiesen werden, dass keine Irreführung und keine gravierende Beeinträchtigung des Wettbewerbs vorliegt.

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